Brot & Gesundheit

Ernährungsberater im Bäckerhandwerk

Unsere Kunden bekommen jetzt kompetenten Rat in Sachen Ernährung

Vom Stoffwechsel über sekundäre Pflanzenstoffe bis hin zur ernährungspsychologischen Bedeutung der verschiedenen Diäten reicht die fachkundige Auskunftspalette der Mitarbeiter
Marnuela Segelken, Daniela Meyer und Carsten Wittek. Sie haben alle eine berufsbegleitende Fortbildung absolviert. Neben einem umfangreichen Heimstudium waren hierbei vier Präsenzphasen in der Akademie des deutschen Bäckerhandwerks gefordert. Die Mühe hat sich gelohnt, denn alle haben die Prüfung zum Ernährungsberater im Bäckerhandwerk mit Bravour bestanden.

Die Absolventen sind berechtigt, in Schulen oder Kindergärten Infostunden zum Thema Ernährung und gesundes Pausenbrot zu geben.

“Wir haben gelernt, was Allergiker und Diabetiker beim Kauf von Backwaren beachten müssen”, sagt Daniela Meyer. Deshalb bietet der Meisterbäcker Hansemann drei spezielle Brotsorten an, die genau auf Kunden mit derartigen Problemen abgestimmt sind.

Selbstverständlich geben die Mitarbeiter auch Auskunft über Naturprodukte und die Inhalte in ihren Waren. Die Meisterbäckerei Hansemann vertritt in Seckenhausen in der Hauptstrasse 28  Manuela Segelken und Carsten Wittek, und in Brinkum und Weyhe erteilt Daniela Meyer Auskunft über ernährungsspezifische Themen.

Was Sie über Lebensmittel-Allergien wissen sollten

Als eine Allergie wird eine überschiessende und unerwünschte heftige Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, auf die der Körper mit Entzündungszeichen und die Bildung von Antikörpern reagiert (Antigen (Allergen)-Antikörper-Reaktion).
Die konkrete Bezeichnung “Allergie” wurde 1906 von Freiherr Clemens von Pirquet, einem Wiener Kinderarzt, geprägt.

– Atemwegserkrankungen, z.B. allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen), Nasenpolypen, Nasenschleimhautschwellung, Nasennebenhöhlen-Entzündung, Heuschnupfen, Asthma bronchiale)
– Hautirritationen (z.B. Urtikaria, Ekzem, Neurodermitis)
-Augenprobleme (z.B. Bindehautentzündung)
– Störungen des Verdauungstraktes (z.B. Übelkeit, Krämpfe, Durchfall)
– Fieber (”Heufieber” beim Heuschnupfen)
– Müdigkeit und Konzentrationsstörungen (Hypotonie)
– Schlaflosigkeit (z.B. bei Hausstauballergie)
– Augenrötung (etwa bei Pollenallergie)

Nicht jedes Allergen hat nur ein Zielorgan. Vielmehr können beispielsweise über die Atemluft aufgenommene Allergene bei einer Person zu tränenden und juckenden Augen führen, bei einer Zweiten Niesreiz und starken Schnupfen auslösen, während eine dritte Person mit Asthma-Anfällen reagiert. Viele Nahrungsmittel können sowohl Hautreaktionen als auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich (z.B. Durchfall) auslösen.

Durch Lebensmittelallergien ausgelöste Reaktionen sind oft unerwartet und können eine Fülle von Beschwerden auslösen wie Schwellung von Lippe, Zunge und Rachen, Hautausschlag, Bauchkrämpfe, Durchfall, Erbrechen und Atemnot. Lebensbedrohliche allergische Reaktionen (Anaphylaxie) gehen mit schwerer Atemnot oder Blutdruckabfall, sowie Bewusstlosigkeit einher. Sie sind ein akuter medizinischer Notfall und müssen sofort durch den Notarzt behandelt werden.

Wenn ein Lebensmittelallergiker in einem Supermarkt einkauft, kann er anhand des Zutatenverzeichnisses in der überwiegenden Zahl der Fälle erkennen, welche Zutaten zur Herstellung eines Produktes verwendet wurden. Verpackte Lebensmittel unterliegen der Deklarationspflicht für insgesamt 14 Allergene.
Diese Regelung trifft jedoch nicht für unverpackte Lebensmittel zu. Hier ist der Allergiker auf die Auskunft, die er vor Ort erhält, angewiesen.
Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten allergischen Schocks aufgrund von Lebensmittelallergien durch Zutaten hervorgerufen wurden, die in einem Produkt enthalten waren, wovon der Verbraucher jedoch nichts wusste,
da er A) nicht erwartete, dass diese Zutat in dem Produkt vorkam, oder
B) weil er falsch vom Mitarbeiter informiert wurde, da dieser selbst nicht wusste, dass das nachgefragte Lebensmittel im Produkt verarbeitet war.

Auch wenn die Anzahl der Lebensmittel, die eine allergische Reaktion auslösen können groß ist, so reagiert die Mehrheit der Allergiker doch auf eine überschaubare Menge an Lebensmitteln. Diese sind von der EU in den Richtlinien 2003/89/EG und 2006/142/EG festgehalten.

Es handelt sich um
-Glutenhaltiges Getreide ( d. h. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
– Krebstiere und Krebstiererzeugnisse
– Eier und Eiererzeugnisse
– Fisch und Fischerzeugnisse
– Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
– Soja und Sojaerzeugnisse
– Schalenfrüchte, d. h. Mandeln, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecanuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss und Queenslandnuss sowie daraus hergestellte Erzeugnisse
– Sellerie und Sellerieerzeugnisse
– Senf und Senferzeugnisse
– Sesam und Sesamsamenerzeugnisse
– Weichtiere und daraus hergestellte Erzeugnisse
– Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10mg/kg

Weizen und daraus hergestellte Erzeugnisse:
Mehl, Stärke, Gries, Flocken, Schrot, Malz, Keimlinge, Couscous, Bulgur. Verwendung im Brot, Kuchen, Gebäck, Nudeln, Suppen und Saucen, die angedickt oder gebunden werden, Panade für Fleisch, Fisch und Gemüse, Wurstwaren, Kartoffelfertigprodukte, Backerbsen, kalt gepresstes Weizenkeimöl, Frischkornbreie, Desserts, Schokolade, Eis.
Achtung bei: Lebensmittel die vor dem Kochen mit Mehl bestäubt werden. Ebenfalls meiden: Weizenurformen wie Dinkel, Einkorn, Emmer, Kamut, Grünkern.

Krebstiere Und Krebstiererzeugnisse:
Scampis, Shrimps, Garnelen, Hummer, Langusten, Krebse. Verwendung neben Feinkostsalaten in spanischen (Paella), französischen (Bouillabaise) und asiatischen (Surimi, Sashimi, Kroepoek) Spezialitäten. Shrimps-Paste ist in asiatischen Gerichten eine verbreitete Zutat.

Eier und Eiererzeugnisse:
Als gekochtes Ei, Rühr-, Spiegelei oder Omelette, außerdem Verwendung in Eierpfannkuchen, Kuchen und Gebäck, Suppen, Saucen, Nudeln, Quiches, Frikadellen, Burger, Mayonnaise, Salatsaucen, Desserts wie Mousse, Eis, Pudding, Cremespeisen.
Achtung auch bei glasierten Speisen, z. B. süßem Brot oder Brötchen.
Die Zusatzstoffe Lecithin (E322) sowie Lysozym (E1105)(zugelassen für gereiften Käse) können aus Hühnerei hergestellt sein.

Fisch und Fischerzeugnisse:
Alle Fischsorten, Surimi, Anchosen, Kaviar, Anchovis z.B. auf Pizza, in Salatdressings oder Pasten, Feinkostsalate, Fischsuppen, Paella, Vitello Tonnato, Fischsauce/Paste wird in ostasiatischen Gerichten oft verwendet. Achtung bei Verwendung von Frittierfett.
Hochsensible Fischallergiker können Reaktionen auf Hühnereier zeigen, aufgrund möglicher Fütterung der Hühner mit Fischmehl, oder Beschwerden durch das Einatmen von Fischgeruch entwickeln.

Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse:
Erdnussbutter, -mehl und Öl in Snacks, Knabberartikeln, Saucen, Kuchen und Gebäck, Müsli, Desserts, Eis, Süßwaren, (Schokolade und Pralinen), vorfrittierte Produkte wie Pommes Frites, Rösti, Füllungen in Teigwaren, vegetarische Aufstriche, Bratlinge. Verwendung häufig in thailändischer und indonesischer Küche, z. B. Saté, auch in mexikanischen und afrikanischen Gerichten. Lecithin (E322) kann aus Erdnüssen gewonnen werden.

Soja und Sojaerzeugnisse:
Tofu, Sojamehl, Sojasauce (Tamari, Shoyu), Sojapaste, Miso, Natto, Tempeh. Sojasprossen, Sojaöl, Fleischimitate (TVP), besonders in asiatischer und vegetarischer Küche, Margarine, Sojamilch, aber auch in vielen Fleisch-, Wurst-, Backwaren (Brot, Kuchen, Gebäck) und Milchprodukten, Instantpulver für Kakaogetränke, Kaffeeweißer, fertigen Suppen und Saucen, Mayonnaise, Ketchup, Desserts, Eis, Pudding, Schokolade. Als Zusatzstoff in Form von Backmitteln,
Stabilisatoren, Emulgatoren, Lecithin (E322).

Milch und Milcherzeugnisse:
Joghurt, Quark, Käse, Buttermilch, Kefir, Molke, saure Sahne, Milch- und Süßmolkenpulver, Caseinate. Verwendung in Broten, Back- und Wurstwaren, Margarine, Panaden, Aufläufen, Kartoffelpüree, Suppen, Saucen, Gewürzmischungen, Eiergerichten, Brotaufstrichen, Müsli, Süßwaren, Schokolade, Eis, Desserts.

Nüsse:
Hasel-, Wal-, Kaschu-, Pecan-, Pra-, Macadamia. Queenslandnuss, Pistazie und Mandel sowie daraus hergestellte Erzeugnisse.
Brot- und Backwaren, Brotaufstriche, Müslis, Joghurt, Käse, Wurstwaren, Feinkostsalate, Saucen, Salatdressings, mit kalt gepressten Nussölen, vegetarische Aufstriche und Bratlinge, Knabbermischungen, Cracker, Desserts, Eis, Schokolade, Nougat, Marzipan.
Achtung bei Garnierungen: Verwendung von Nussstückchen kann zu ungewollten Verunreinigungen führen.

Sellerie und Sellerieerzeugnisse:
Knolle und Staude, als Gemüse in Suppen, Salaten. Weit verbreitet als Gewürze in Salz, Brühen Brühwürfeln, Tütensuppen, Dressings, Saucen, Mayonnaise, Ketchup, Fertiggerichte, Wurstwaren.

Senf und Senferzeugnisse:
Senfpulver, Senfkörner, Blätter und Blüten, Senfsprossen und Senföl in Salatdressings, Marinaden, Suppen,, Saucen, Curry ( Pulver/Pasten) Wurst- und Fleischwaren, Käse, Aufstriche, Gewürzmischungen, sauer eingelegtes Gemüse.

Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse:
Sesampaste (Tahini), Sesamöl, Sesamsamen und -mehl, Brot Backwaren, Hamburgerbrötchen, Fladenbrot, Müsliriegel, Salatsaucen. Verwendung in asiatischer, türkischer und orientalischer Küche, Falafel, Hummus, Moutabel sowie vielfach in Bioprodukten als Salzersatz und vegetarischer Küche.

Lupine und Lupinenerzeugnisse:
Lupinenmehl, -Kleie, -Tofu, -Milch, -Ballaststoff- und -Eiweißkonzentrat finden Verwendung in Brot- und Backwaren, Nudeln, Würstchen, Bratlingen, vegetarischen Würstchen und Burgern, Flüssigwürze, Aufstrichen, Süßspeisen, Eis und Kaffeeersatz. Häufigste Verwendung in diätetischen Produkten für Zöliakie-Patienten und vegetarischen Produkten aber auch herkömmlichen Brot- und Backwaren. Frisch werden Lupinensprossen als Salat verwendet.

Weichtiere und daraus hergestellte Erzeugnisse:
Muscheln, Austern, Tintenfische, Schnecken. Neben der offensichtlichen Verwendung als Hauptbestandteil einer Mahlzeitkönnen Weichtiere in spanischen (Paella) oder französischen (Bouillabaise) Spezialitäten sowie in Fisch- und Feinkostsalaten vorkommen. In der asiatischen Küche Saucen, Suppen, salziges Gebäck, Sashimi (roh) unter Verwendung von Weichtieren hergestellt. Austernsoße, Squid Brand, Würzmischungen/Pasten enthalten häufig Weichtiere.

Schwefeldioxid und Sulfite (E220 – 228):
Deklarationspflichtig ab einer Menge von mehr als 10mg/kg oder 10mg/l. Eingesetzt in Softdrinks, Wein, Bier, Trockenfrüchten inklusive Nüssen mit Schalen, weißem Gemüse, Fleisch-, Fisch-, und Meerestierersatzproduktion, gesalzenem Trockenfisch, Chips und anderen getrockneten Kartoffelerzeugnissen, Stärke, Sago, Graupen.

Empfehlung für Allergiker

Gesunde Ernährung, da fängt der Tag gut an mit Brot vom Meisterbäcker Hansemann

 

Dinkelbrot

– für Weizenallergiker geeignet
– enthält viel Kieselsäure, die sich positiv auf das Denkvermögen und die Konzentration auswirkt
– gut für Haut und Haare

Haferschatz

– Ballaststoffanteil ist ebenfalls sehr hoch
– Hafer hat einen hohen Nährstoffgehalt
– wegen der leichten Verdaulichkeit besonders für die Kinderernährung
und bei Magen- und Darm-Erkrankungen zu empfehlen.

Kleines Wissens-ABC

Brot & Gebäck – Wellness- und Gesundheit pur!?

Das enorme Angebot an Brot- und Gebäcksorten führt oft zur Qual der Wahl. An die hundert verschiedene Sorten landen in den Regalen.

Aber sind auch alle gleich wertvoll? Auch heute braucht der Bäcker nur vier Dinge zum Brotbacken: Mehl, Wasser, Salz und Hefe und mit dieser Wundermischung werden in Österreich und Deutschland heute um die 1000 Brot- und Gebäcksorten hergestellt, alle weiteren Zutaten und Beigaben, wie z. B. Sonnenblumenkerne, Nüsse oder Oliven sind dann Geschmackssache. 

Das angenehme bei Brot ist das günstige Verhältnis der Inhaltsstoffe, die einerseits reich an Kohlenhydraten und andererseits arm an Fetten sind.

Langkettige und damit kontinuierlich energiespendende Kohlenhydrate sind das Herzstück jedes Getreidekorns und somit jedes Brotweckens.

Mit reichlichem Brotkonsum kommt man demnach der wissenschaftlichen Empfehlung nach, zur optimalen Energiezufuhr mehr als die Hälfte der aufgenommenen Kalorien aus Kohlenhydratquellen zu beziehen.

Weiters empfiehlt sich Brot und Gebäck durch seinen hohen Anteil an Ballaststoffen, die von der Ernährungswissenschaft empfohlene Menge von 30 Gramm täglich tatsächlich zu erreichen. Ballaststoffe sind für den menschlichen Organismus unverdauliche Kohlenhydrate, die nachweislich ganz wesentlich zu einer ausgewogenen Darmflora beitragen. Aufgrund ihres Wasserbindungsvermögens quellen Ballaststoffe im Dickdarm auf und helfen mit, die Verdauung in Schwung zu halten, dazu binden sie auch „unerwünschte“ Stoffe, wie etwa Cholesterin auf Ihrem Weg durch den letzten Darmabschnitt und befördern diese so mit aus dem Körper. Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist eine Versorgung mit Ballaststoffen unverzichtbar.

Getreide, Mehl und Brot sind nicht nur Lieferanten für wichtige Vitamine ( vor allem aus der B-Gruppe )- und für Mineralstoffe wie Eisen und Kalzium, sondern sie sind auch weltweit eine entscheidende Nahrungsquelle für Eiweiß. Kohlenhydrate in Form von Stärke werden vom Körper langsam verwertet, versorgen den Körper kontinuierlich mit Energie und sind günstig für den Blutzuckerspiegel und die Sättigungswirkung.

Rund drei viertel der in unserer Kost enthaltenen Stärke – Kohlenhydrate entstammen der Getreidenahrung.

Mehl

Mehl ist der Sammelbegriff für alle Getreidesorten, die gemahlen wurden. Die Bezeichnung stammt aus dem Althochdeutschen: „melo“ bedeutet so viel wie zerriebenes oder gemahlenes Pulver. Doch bei dem Grundnahrungsmittel gibt es bedeutende Unterschiede – die Typenlehre gibt Aufschluss für den Verbraucher.

Die verschiedenen Getreidearten, die als Mehl weiterverarbeitet werden, gehören überwiegend zur Familie der Gräser und sind als Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis bekannt. Dazu gibt es noch die alte Kulturpflanze Amaranth (auch bekannt als Korn der Indios), die jedoch kein Getreide ist, sondern eine getreideähnliche Pflanze, die ebenso zu den Fuchsschwanzgewächsen (Amaranthaceae) gehört wie Quinoa, auch Reismelde, Inkakorn oder Perureis genannt.

Die mineralstoffreichen Blätter werden als Gemüse oder Salat verzehrt. Die senfkorngroßen Samen haben eine getreideähnliche Zusammensetzung, trotzdem wird Quinoa, ebenso wie Amarant, als glutenfreies „Pseudogetreide“ bezeichnet. Der Gehalt an Eiweiß und einiger Mineralien (besonders Magnesium und Eisen) übertrifft sogar das gängiger Getreidearten. Es enthält sehr wenig Fett und über 50% ungesättigte Fettsäuren.

Im Vergleich zu einheimischen Getreidearten wie zum Beispiel Weizen oder Hafer enthält die Körnerfrucht der Amaranth-Pflanze einen höheren Proteinanteil mit besserer Proteinqualität, und der Anteil an essentiellen Aminosäuren macht Amaranth zum wichtigen Eiweißlieferanten.
Ebenso weist der Fettanteil eine hochwertige Zusammensetzung auf. Das in den Samen enthaltene Öl besteht zu 70 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren.

Darüber hinaus besitzt Amaranth einen hohen Mineralstoffgehalt (vor allem Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink) und ist bestens für Menschen geeignet, die unter Getreideunverträglichkeit (Zöliakie) leiden, da die Samenkörner glutenfrei sind. (Gluten sind bestimmte Eiweißstoffe, die in den meisten Getreidearten vorkommen und auf die Menschen mit Glutenunverträglichkeit allergisch reagieren).

Eines ist allen genannten Pflanzenarten gemein: Sie liefern lebenswichtige Nähr- und Wirkstoffe. Vor allem die Vitamine der B-Gruppe.
Zudem stecken Mineralstoffe und Ballaststoffe in Hülle und Fülle im ganzen Getreidekorn. Produkte aus dem vollen Korn sind für die Ernährung wertvoll, weniger aber Auszugsmehle wie Weizenmehl Type 405, bei dem Randschichten und Keimling entfernt sind. Der größte Teil des Getreides wird bei uns allerdings in Form von weißen Auszugsmehlen verzehrt. Brot ist dabei das wichtigste Getreideerzeugnis und besteht meist aus Roggen- und Weizenmehl oder Mischungen.

Mehle werden nach ihrem Ausmahlungsgrad und den Mehltypen unterschieden. Der Ausmahlungsgrad bezeichnet den Gewichtsanteil beim vermahlten Getreide in Prozent.
Vollkornmehl entspricht einem Ausmahlungsgrad von 100 Prozent. Der Ausmahlungsgrad ist das wichtigste Merkmal für den gesundheitlichen Wert. Davon hängt ab, wie viel von den nährstoffreichen Anteilen der Randschichten in das Mehl gelangen.
Deshalb gilt: Je höher umso besser.

– Brot gehört nicht in den Kühlschrank, denn dort wird es schnell altbacken und trocken, da ihm im Kühlschrank die Feuchtigkeit entzogen wird. 
– Aber bei Zimmertemperatur droht – vor allem im Sommer – Schimmelgefahr. Brot kommt mit rundum keimfreier Kruste aus dem Ofen!

In Österreich und Deutschland werden für frisches Brot und Gebäck immer seltener Konservierungsstoffe verwendet:

Über 95 Prozent kommen heute „ohne“ in die Bäckereien und Regale. Das bedeutet allerdings: regelmäßige Schimmelvorbeugung ist im Haushalt unverzichtbar.
– Die Entwicklung von Schimmelpilzen wird von Wärme und Luftfeuchtigkeit begünstigt, deshalb Brot nicht luftdicht verpacken!. 
– Der ideale Aufbewahrungsort ist trocken und sauber, um die 18°C – bestens geeignet sind dafür Brotkästen aus Holz bzw. Steinguttöpfe.
– Das Wichtigste zum Schimmelschutz ist die sorgfältige Reinigung des Brotbehälters daheim. Alte Brotreste und Krümel sollten alle 2 – 3 Tage entfernen werden, denn sie begünstigen zusammen mit Feuchtigkeit die Entstehung von Schimmel.
– Den Vorratsbehälter wischt man mit Essigwasser aus, um Schimmelbildung zu vermeiden. 

Wenn Brot einmal zu schimmeln begonnen hat, sollte es zur Gänze weggeworfen werden, da die vorhandenen Schimmelsporen meist kegelförmig tief ins Brot wachsen Schimmelgifte sind stark gesundheitsgefährdend, deshalb verschimmeltes Brot auch nicht an Tiere verfüttern!

Zusatzstoffe werden, wie der Name schon sagt, bei der Herstellung von Lebensmitteln zugesetzt. Sie dienen entweder der Beeinflussung der Beschaffenheit oder zur Erzielung gewünschter Eigenschaften von Lebensmitteln. Sie werden Lebensmittel aus technologischen oder ernährungsphysiologischen Gründen zugesetzt.
In Deutschland zählen auch Mineralstoffe und Spurenelemente sowie deren Verbindungen, ausser Kochsalz, Aminosäuren sowie Vitamine A und D zu den Zusatzstoffen.

Liste der Zusatzstoffe

Geschmacksverstärker:
Steigerungen des Geschmacksempfindens (Glutaminsäure in Wurstwaren, Inosinat in Gewürzmischungen)

Süßungsmittel:
Kalorienarme Süßung durch Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Xylit, Malit, Mannit, Isomalt, Lactit), die auch für Diabetiker geeignet ist (z. B. süße Erfrischungsgetränke, Kaugummis, Diabetiker-Lebensmittel).

Säuerungsmittel:
pH-Wert-Absenkung in Lebensmittel zur Reifung oder zur Beeinflussung des Geschmackseindrucks (z. B. Glucono-Delta-Lacton in Rohwurst bzw. Salami, Orthophosphorsäure in koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken.

Konservierungsstoffe:
Sie verlängern die Haltbarkeit eines Lebensmittels, da sie den Verderb durch Mikroorganismen verhindern bzw. verzögern (z. B. Benzoesäure, Sorbinsäure)

Antioxidationsmittel:
Verhindern verschiedener Oxidationsprozesse wie Fettranzigkeit und Veränderungen des Aromas (z. B. Tocopherole, Ascorbinsäure, Schwefeldioxid)

Emulgatoren:
Ermöglichen und stabilisieren die einheitliche Dispersion oder Emulsion der nicht mischbaren Wasser- und Fettphasen (z. B. Lecithin bei Salatmayonnaisen, Mono- oder Diglyceride für feine Backware)

Dickungs- und Geliermittel:
Konsistenzgebung und Festigung von Lebensmitteln (Gelatine in wärmebehandelten Fruchtjoghurt , Pektin in Konfitüre).

Farbstoffe:
Zur Farbintensivierung oder Farbgebung bestimmter Lebensmittel (z. B. Einfärbung von Bonbons, grüne Waldmeisterlimonade)

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